Henning Hirsch, Jahrgang 1962, Betriebswirt und Politologe, Comicleser, Filmjunkie, Bukowski- und FC- (es gibt nur einen FC: nämlich den aus Köln) Fan, trockener Alkoholiker. In die Abstinenz startete er mit einem Roman: Saufdruck. Seitdem tippt er abends Kurzgeschichten und Gedichte. Da die Schreiberei alleine nicht satt macht, verdient er tagsüber seine Kaltmiete und die Kühlschrankfüllung mit Marketing & Orga. Henning Hirsch lebt im Bonner Süden und ist Vater von drei Kindern … Wer mehr von ihm lesen möchte: www.zwischenrauschen.de
Warum ich schreibe
Warum schreiben Sie, Herr Hirsch, werde ich hin und wieder gefragt. Ich kratze mich dann zumeist verlegen am Kopf und weiß nicht so recht, was ich sagen soll. An meiner statt lasse ich deshalb ein paar altehrwürdige Autoren antworten:
[Phase 1]
Schriftsteller wird man für das Mädchen, das man nicht bekommt.
© Aphorismus (Søren Kierkegaard zugeschrieben)
[Phase 2]
Man muss aus der Scheißmaschinerie ausbrechen und das tun, was man wirklich will … Es ist dein Leben, dein Elend, dein eigenes Unglück … Wenn man das tut, was man gerne tut, hat man immer noch ein Gefühl von Freiheit, selbst wenn es die Freiheit ist, zu hungern und zu leiden.
© Henry Miller
[Phase 3]
Er fragte: Was macht aus einem Mann einen Schriftsteller? – Nun, ich sagte, es ist einfach. Man schreibt es entweder auf Papier nieder, oder man springt von einer Brücke.
© Charles Bukowski
Es gelten allerdings zwei einschränkende Bedingungen:
Ein Schriftsteller ist ein Mann, dem das Schreiben schwerer fällt als anderen Leuten.
© Thomas Mann
Schreiben ist der einzige Beruf, mit dem man, ohne lächerlich zu wirken, kein Geld verdienen kann.
© Jules Renard