Henning Hirsch, Jahrgang 1962, Betriebswirt und Politologe, Comicleser, Filmjunkie, Bukowski- und FC- (es gibt nur einen FC: nämlich den aus Köln) Fan, trockener Alkoholiker. In die Abstinenz startete er mit einem Roman: Saufdruck. Seitdem tippt er abends Kurzgeschichten und Gedichte. Da die Schreiberei alleine nicht satt macht, verdient er tagsüber seine Kaltmiete und die Kühlschrankfüllung mit Marketing & Orga. Henning Hirsch lebt im Bonner Süden und ist Vater von drei Kindern … Wer mehr von ihm lesen möchte: www.zwischenrauschen.de
Seit 2019 habe ich eine eigene Kolumne in der TrokkenPresse – Zeitschrift für Abhängige und Unabhängige –, in der ich über alles, was mir zum Thema Alkohol & Sucht einfällt, im Zweimonatsrhythmus schreibe. Die Bandbreite reicht von Tipps zum Trockenwerden (und -bleiben) über Gesundheitspolitik bis hin zu Kurzgeschichten. Z.B.: Die letzte heilige Droge – Warum die Grünen mit ihrem Alkohol-Vorstoß einen wunden Punkt der deutschen Politik treffen (Ausgabe: Aug. 2026).
Warum ich schreibe
Warum schreiben Sie, Herr Hirsch, werde ich hin und wieder gefragt. Ich kratze mich dann zumeist verlegen am Kopf und weiß nicht so recht, was ich sagen soll. An meiner statt lasse ich deshalb ein paar altehrwürdige Autoren antworten:
[Phase 1]
Schriftsteller wird man für das Mädchen, das man nicht bekommt.
© Aphorismus (Søren Kierkegaard zugeschrieben)
[Phase 2]
Man muss aus der Scheißmaschinerie ausbrechen und das tun, was man wirklich will … Es ist dein Leben, dein Elend, dein eigenes Unglück … Wenn man das tut, was man gerne tut, hat man immer noch ein Gefühl von Freiheit, selbst wenn es die Freiheit ist, zu hungern und zu leiden.
© Henry Miller
[Phase 3]
Er fragte: Was macht aus einem Mann einen Schriftsteller? – Nun, ich sagte, es ist einfach. Man schreibt es entweder auf Papier nieder, oder man springt von einer Brücke.
© Charles Bukowski
Es gelten allerdings drei einschränkende Bedingungen:
Ein Schriftsteller ist ein Mann, dem das Schreiben schwerer fällt als anderen Leuten.
© Thomas Mann
Schreiben ist der einzige Beruf, mit dem man, ohne lächerlich zu wirken, kein Geld verdienen kann.
© Jules Renard
Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich Romane, statt Facebook-Posts, produzieren.
© Henning Hirsch
Interviews: TV. Radio. Podcast
Marco Schreyl · RTL · Mai 2020
Gespräch über Alkohol und Sucht
TV-Interview · Video aktuell nicht öffentlich verfügbar.
TOP FM · 23.07.2013
„Saufdruck: Radiointerview“ (Teil 1, 3:38 Minuten).
Hier geht es zu Teil 2 des Interviews
Rezensionen Print
Erst kommt der Stoff – dann die Probleme
Frankfurter Rundschau, 18. Juni 2018
Henning Hirsch beschreibt, warum Alkoholabhängigkeit so schwer zu durchbrechen ist und wie ihm selbst nach Jahrzehnten des Trinkens der Ausstieg gelang. Ein persönlicher Text über Krankheitseinsicht, Rückfälle und den langen Weg in die Abstinenz.
„Ich will nie wieder im Krankenhaus aufwachen“
FOCUS, 26. Februar 2016
Henning Hirsch berichtet von seinem langen Weg aus der Alkoholabhängigkeit: sechs Promille, 30 Entzüge und ebenso viele Rückfälle. Im Mittelpunkt stehen die Schwierigkeit des Ausstiegs und die Frage, wie ein Leben ohne Alkohol gelingen kann.
Ein Kranker schreibt über einen Kranken
TrokkenPresse, Ausgabe 06/2014
Torsten Hübler bespricht Henning Hirschs autobiografischen Roman „Saufdruck – In vier Jahren ganz nach unten“. Im Mittelpunkt stehen Tim Keller, die zahlreichen Entgiftungen und der Absturz bis ins Obdachlosenheim. (Text nicht mehr online verfügbar)
Ex-FDP-Politiker Henning Hirsch und sein Kampf gegen den Alkohol
Rhein-Zeitung, 29. September 2013
Nach mehr als 25 klinischen Entzügen und einem überlebten Alkoholabsturz mit 6,2 Promille entscheidet sich Henning Hirsch endgültig gegen die Sucht. Die Rhein-Zeitung beschreibt seinen Weg zurück und stellt den autobiografischen Roman „Saufdruck“ vor.
Dann bist du tot
Berliner Zeitung, 31. August / 1. September 2013
Im Gespräch mit Moritz Baumstieger erzählt Henning Hirsch von seinem letzten schweren Absturz, rund 30 Entgiftungen und dem Entschluss, endgültig mit dem Trinken aufzuhören. Er spricht über die Entstehung von „Saufdruck“, die Rolle des Schreibens als Selbsttherapie und seinen schwierigen Weg zurück in ein Leben ohne Alkohol. (Text nicht mehr online verfügbar)
Mein Leben ohne den Suff
BILD am Sonntag, 11. August 2013
Henning Hirsch erzählt von seinem vierjährigen Totalabsturz, zahlreichen Entgiftungen und dem Leben auf der Straße. Nach dem letzten Zusammenbruch mit fast sechs Promille beginnt er, seinen Weg aus der Sucht aufzuschreiben – und findet im Schreiben zugleich eine neue Form der Therapie.
Parkbank statt Chefsessel
Express Köln, Ende Juli 2013
Henning Hirsch erzählt von seinem Absturz vom Firmenchef zum Obdachlosen: von jahrzehntelangem Alkoholmissbrauch, unzähligen Entgiftungen und einem Leben im Park und im Obdachlosenheim. Erst die Erkenntnis, dass er einen weiteren Zusammenbruch nicht überleben würde, bringt die entscheidende Wende. Das Schreiben von „Saufdruck“ wird für ihn zur wichtigsten Therapie auf dem Weg in ein neues, alkoholfreies Leben. (Text nicht mehr online verfügbar)
