Kontakthof-Blues (2)
In Zimmer 348 werde ich von ihr mit Peitsche und Hundeleine erzogen, verfluche sie, als ich wieder klar denken kann und prügele mich draußen vor dem Eroscenter mit zwei Galgenvögeln.
In Zimmer 348 werde ich von ihr mit Peitsche und Hundeleine erzogen, verfluche sie, als ich wieder klar denken kann und prügele mich draußen vor dem Eroscenter mit zwei Galgenvögeln.
In Teil 2 rät mir Kumpel Dante, ins Pornokino zu gehen, um meine Libido wieder anzukurbeln. Ein Urologe erklärt, dass das alles reine Kopfsache sei, bevor die Nachbarin sich beherzt daran macht, die Sache praktisch zu kurieren.
Die hübsche Nachbarin von gegenüber lädt mich zum Essen ein, hat wenig an, als sie mir die Tür öffnet, stellt Wein auf den Tisch, und ich überlege, ob meine Abstinenz schon belastbar genug ist.
Zum Schluss putze ich das Badezimmer. Ich entdecke Schore & Martial-Arts-Comics und kotze mir wegen benutzter Tampons die Seele aus dem Leib. Nachts träume ich von einer Riesenflasche Bourbon, die mich verfolgt.
In Teil 2 lerne ich eine hübsche Nachbarin kennen, räume immer noch auf, falle todmüde ins Bett und werde am nächsten Morgen von nem Riesenköter, der über mein Gesicht leckt, geweckt.
Rolf macht Lila ein vergiftetes Kompliment, die zerschneidet sich im Anschluss mit einer Scherbe ihr Gesicht und wird in eine andere Station verlegt. Und ich fühle mich am Ende von Tag 2 in der Geschlossenen noch mieser als am Morgen.
Im Raucherzimmer doziert Rolf über Haute Cuisine. Als er mir in der Kantine eine Wurstscheibe vom Teller nehmen will, droht Lila, ihm die Gabel in den Handrücken zu bohren, wenn er die Scheibe nicht augenblicklich zurückgibt.
Im Raucherzimmer gehen sich Lila und Petra an die Gurgeln. Ich treffe Rolf wieder, den ich seit unserem letzten gemeinsamen Trinken auf dem Friedhof völlig aus den Augen verloren hatte, und er erklärt mir, dass ich im Gegensatz zu ihm aus niederen Beweggründen heraus saufen würde.
Ich fahre zu einer Bekannten, um mich von ihr zu verabschieden. Sie lädt mich auf ein Glas Wodka ein, ich bleibe zwei Stunden und verabschiede mich dann für immer von ihr.
Auf ner ü40-Party tanzt mich Nscho-tschi von der Seite an, ich überlege kurz, ob ich sie fragen soll, mich zu heiraten, tue es dann aber doch nicht und gehe mal wieder alleine nach Hause.