Hank C. wird von seinem Stiefvater als Kopfgeldjäger angelernt, bevor er beschließt, sich beruflich neu zu orientieren und fortan als Scharfrichter im Bezirksgefängnis zu arbeiten.
Justizvollzugsbeamter H. bekommt Besuch von seiner verstorbenen Frau und findet im Kühlschrank einen abgetrennten Kopf.
Bei einer Plattenaufnahme im Studio trommelt Schlagzeuger Ron um sein Leben, während die Polizei neben dem Bett seiner ermordeten Freundin auf ihn wartet.
Eine junge Frau will sich von einer Autobahnbrücke ins Wasser stürzen, nachdem sie ihre ältere Liebhaberin erdrosselt hat.
Gogol entdeckt in seinem Frühstückscroissant ein Auge, will der mysteriösen Sache auf den Grund gehen und erwacht am nächsten Tag erblindet auf der Intensivstation.
Und überall krabbeln Spinnen herum.
Textauszug:
Mary riss an meinen Haaren und stieß mich zu einem Operationsstuhl, an dem mich Jane mit geübten Griffen fixierte. Vanessa drückte mir die Lider auseinander, träufelte Belladonna hinein, sodass sich die Pupillen weiteten und die Bindehaut gefühllos wurde. Daraufhin nestelte Jane eine kleine Metalldose aus ihrem Koppel, öffnete den silbernen Deckel und fingerte vier große, pelzige Spinnen heraus. Diese setzte sie mir paarweise links und rechts auf die Wangen, befahl: »Los jetzt!«; woraufhin sich die Achtfüßer ruckartig in Bewegung setzten. Nahezu gleichzeitig tauchten sie in meine vor Schreck weit aufgerissenen Augen ein. Ich versuchte zu schreien, brachte jedoch keinen Ton über die Lippen. Mary verabreichte mir trotzdem zwei kräftige Ohrfeigen. »Jammere nicht!«, zischte sie.
Zwei Tiere krochen rasch körperabwärts, durchquerten Luftröhre und Lunge, um binnen Kurzem die Herzgegend zu erreichen. Mir war, als ob Zangen den Muskel umspannten und die Lebensnerven zerquetschten. »Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Wir haben alles unter Kontrolle«, schmunzelte mich Vanessa mit perlweißen Zähnen an. Die beiden anderen Spinnen krabbelten indessen durch den Gehörgang weiter zum Rückenmark und ließen mich vor Panik erzittern.
»Ich fühle mich komisch«, lallte ich.
»Das ist völlig normal. Kein Grund zur Sorge.« Jane zog eine pinkfarbene Flüssigkeit in eine Spritze und drückte mir diese in die linke Armbeuge.
Meine Augen verließen jetzt die Höhlen und wanderten empor zur Decke, von wo aus ich das Geschehen unten im Raum beobachten konnte. Mary griff eine lange Schere und zerschnitt mir das Hemd vom Nabel beginnend in zwei Teile. Daraufhin stach sie mit der Spitze tief in ihren Hals hinein und ließ das wie aus einer frisch angezapften Ölquelle hervorsprudelnde Blut auf meinem Bauch zerstäuben.
