Kontakthof-Blues (1)
Ich fahre nachts in Eroscenter, um sie mal wieder zu treffen, will bloß mit ihr reden, sie aber lacht mich aus und fordert mich auf, entweder ordentlich was springen zu lassen oder den Laden sofort zu verlassen.
Ich fahre nachts in Eroscenter, um sie mal wieder zu treffen, will bloß mit ihr reden, sie aber lacht mich aus und fordert mich auf, entweder ordentlich was springen zu lassen oder den Laden sofort zu verlassen.
In Teil 3 habe ich nach 66 Wochen zum ersten Mal wieder Sex und fühle mich, obwohl ich mir zwei Jahre Zölibat vorgenommen hatte, im Anschluss zum einen sauwohl und zum anderen erleichtert, dass ich nicht impotent bin, was ich eine Zeit lang nämlich befürchtet hatte.
In Teil 2 rät mir Kumpel Dante, ins Pornokino zu gehen, um meine Libido wieder anzukurbeln. Ein Urologe erklärt, dass das alles reine Kopfsache sei, bevor die Nachbarin sich beherzt daran macht, die Sache praktisch zu kurieren.
Die hübsche Nachbarin von gegenüber lädt mich zum Essen ein, hat wenig an, als sie mir die Tür öffnet, stellt Wein auf den Tisch, und ich überlege, ob meine Abstinenz schon belastbar genug ist.
Zum Schluss putze ich das Badezimmer. Ich entdecke Schore & Martial-Arts-Comics und kotze mir wegen benutzter Tampons die Seele aus dem Leib. Nachts träume ich von einer Riesenflasche Bourbon, die mich verfolgt.
In Teil 2 lerne ich eine hübsche Nachbarin kennen, räume immer noch auf, falle todmüde ins Bett und werde am nächsten Morgen von nem Riesenköter, der über mein Gesicht leckt, geweckt.
Zu Beginn der Abstinenz überlässt mir freundlicherweise mein Kumpel Johannes seine Wohnung, und ich darf die Bude erstmal 48 Stunden lang entrümpeln und mit Sagrotan desinfizieren.
Rolf macht Lila ein vergiftetes Kompliment, die zerschneidet sich im Anschluss mit einer Scherbe ihr Gesicht und wird in eine andere Station verlegt. Und ich fühle mich am Ende von Tag 2 in der Geschlossenen noch mieser als am Morgen.
Im Raucherzimmer doziert Rolf über Haute Cuisine. Als er mir in der Kantine eine Wurstscheibe vom Teller nehmen will, droht Lila, ihm die Gabel in den Handrücken zu bohren, wenn er die Scheibe nicht augenblicklich zurückgibt.
Im Raucherzimmer gehen sich Lila und Petra an die Gurgeln. Ich treffe Rolf wieder, den ich seit unserem letzten gemeinsamen Trinken auf dem Friedhof völlig aus den Augen verloren hatte, und er erklärt mir, dass ich im Gegensatz zu ihm aus niederen Beweggründen heraus saufen würde.