Kirschjoghurt
Gestern Nacht stürmte es von den Bergen her, über den Fluss tanzten kleine Wellen, die Fensterscheiben beschlugen, auf ihnen perlten die Tränen eines verlassenen Gottes ...
Gestern Nacht stürmte es von den Bergen her, über den Fluss tanzten kleine Wellen, die Fensterscheiben beschlugen, auf ihnen perlten die Tränen eines verlassenen Gottes ...
Ich zähle Schiffe auf dem Rhein, Lila wird wütend und nennt mich ein abgestumpftes Wrack, das außer Saufen nichts anderes im Kopf hat. Und im Kühlschrank ist nichts mehr zu trinken.
In Ordnung, du kannst mir das Herz zersägen, jedes verdammte Wort soll ich auf die Goldwaage legen, tue ich nicht … vergiss es ...
Als ich zitternd nach ewig langer Nacht im fremden Bett und dunklen Raum wie aus einem Opiumtraum ...
Weshalb es nicht immer ne gute Idee ist, in einem normalen Krankenhaus zu entgiften. Und wie ich bei Noro-V-Alarm kurz davor stand, einen Mitpatienten mit einem Kissen zu ersticken.
Wenn du liebst … richtig liebst ... Herzrhythmusstörungen … Tachykardie ... Magen verkrampft … in die Toilette gekotzt ...
Auf der Intensivstation bereut der Trinker alle seine Sünden und hofft, dass entweder die Schmerzen vorbeigehen, oder Gott ihm einen schnellen Tod gewährt.
Warum Schriftsteller bettelarm sind und gerne saufen, wenn sie nicht hektoliterweise Kaffee trinken, um sich auf einen neuen Text konzentrieren zu können.
Warum Lila und ich uns von der ersten Sekunde an gut verstanden, und weshalb ich sie seit fünf Jahren nicht mehr gesehen habe.
Wir wollen uns treffen, mein Akku ist leer, sie lauscht einem Redner, von dem ich kein Wort verstehe, ich wärme Dosenravioli auf ...